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Königs Wusterhausen

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Ostern 2026 in Königs Wusterhausen

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Orgelsanierung in Deutsch Wusterhausen 

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Veranstaltungen

Gottesdienst | Gemeindefest

04. Juli 2026
14.00 Uhr
Dorfkirche Deutsch Wusterhausen

Gottesdienst zum Gemeindefest

Pfarrer Michael Wicke

Gottesdienst | 5. Sonntag nach Trinitatis

05. Juli 2026
10.30 Uhr
Kreuzkirche Königs Wusterhausen

mit Kindergottesdienst und Abendmahl

Pfarrer Michael Wicke

"Far away"
Musiksommer in Dorfkirchen

12. Juli 2026
17.00 Uhr
Dorfkirche Schenkendorf

Weitere Informationen zu unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen finden Sie hier.

Gedanken
zum Monatsspruch Juli 2026

Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.
Amos 5, 24 (L)
 

Immer wieder fordern Politiker, dass die Kirche sich vor allem um seelsorgerische Angelegenheiten kümmern und sich nicht in die Politik von Gesellschaft, Wirtschaft und Staat einmischen solle. 

 

Das steht aber so nicht in der Bibel. Die Gebote Gottes zielen neben der Beziehung zu Gott auf das Wohl der Menschen an Leib und Seele. Nach Amos sind Gottesdienste und Opfer wertlos, wenn Gerechtigkeit und Recht mit Füßen getreten werden. Wenn einige Menschen mit Macht und Geld das Recht zu ihren Gunsten verändern, dann handeln sie gegen Gottes Willen. Ebenso, wenn sie ihr Handeln dazu nutzen, noch mehr Macht und Geld zu gewinnen. Der Prophet Amos kündigte vor ca. 2700 Jahren gegenüber den Bevölkerungen von Israel und Juda schlimme Ereignisse an, weil in ihnen die armen und einfachen Menschen unterdrückt werden. Vielen Menschen wurde in ihrer Not Eigentum an Land und Gütern durch Kredite trickreich abgenommen. Das führte viele Bauern und Handwerker in die Sklaverei. Bestechung führte dazu, dass Bauern, Handwerker und Arbeiter vor Gericht kaum Recht bekamen. Dies wird von Gott durch die Propheten als Ungerechtigkeit und Rechtsbeugung heftig kritisiert. 

 

Der Prophet Amos verkündet, dass eine Rückkehr zu Recht und Gerechtigkeit notwendig ist. Amos sah die Zeit, in der er lebte, als böse Zeit an, in deren Folge alle Staaten in dieser Gegend, von Syrien über die Städte an der Küste bis hin zu Israel und Juda, ihre Unabhängigkeit verloren. Dies ereignete sich durch grausame Eroberungen der Assyrer und Babylonier. Warum ließ Gott das zu? Amos bezeichnete dies als Strafen Gottes. Nach Amos und den anderen Propheten waren die schlimmen Ereignisse jedoch auch als Folgen schwerer Fehler von Menschen zu verstehen, vor allem von denjenigen mit Einfluss auf die Entwicklungen und Ereignisse, da sie Macht und Reichtum besaßen. Somit lagen damals und liegen auch heute die Verantwortlichkeiten für Kriege bei den Menschen, nicht bei Gott. Wichtig ist Unrecht und Ungerechtigkeiten zu benennen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, im eigenen Land und international. Nur dadurch ändert sich etwas zum Besseren. Dies wurde damals und wird auch heute oft kritisiert. Aber diese Kritik darf nicht dazu führen, zu schweigen. Gott will, dass wir Menschen verstehen, dass sein Recht und seine Gerechtigkeit für alle Menschen gilt und allen Menschen zugutekommen soll. 

 

Das Ziel Gottes ist also ein Leben nach Gottes Regeln. Wir Menschen sollen uns untereinander gut und hilfreich begegnen, damit es allen Menschen gut geht. Der Monatsspruch für Juli ist für mich der Hauptsatz des ganzen Amos-Buches. Indem sich die Kirche zu Gunsten der Armen, Verschuldeten, Kranken und Ausgegrenzten einsetzt und Recht und Gerechtigkeit für alle Privatleute, gesellschaftliche Gruppen und ganze Völker fordert, zeigt sie, dass Recht und Gerechtigkeit untrennbar mit Gott verbunden sind. Durch sie geschieht wahrer Friede unter den Menschen und Völkern.

Ihr Pfarrer Michael Wicke

Entnommen aus dem Gemeindebrief Juni/Juli 2026

Grafik: GemeindebriefDruckerei

©Ev. Kirche Königs Wusterhausen 2026. Alle Rechte vorbehalten.

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